Projekt

Das Projekt

AAL-Systeme (Ambient Assisted Living, bzw. altersgerechte Assistenzsysteme) zur Unterstützung der Unabhängigkeit älterer und gesundheitlich beeinträchtigter Menschen sind bisher fast immer nur für NutzerInnen mit bestimmten Indikationen unabhängig vom Wohnort, kaum aber für gesamte Regionen entwickelt worden. Insbesondere für den ländlichen Raum abseits der urbanen Kerne gibt es bisher wenig Zukunftsvisionen, wie die Attraktivität einer altersgerechten Region für ein geruhsames Leben gestärkt und die Menschen dort im dritten und vierten Lebensabschnitt ihren Bedürfnissen entsprechend gut versorgt werden können. Ländliche Regionen und die Menschen, die dort alt werden, haben besonders unter der Abwanderung jüngerer Generationen und damit auch unter dem allgemeinen Schrumpfen einer Versorgungsinfrastruktur zu leiden.

Das Projekt WEGE2025 analysiert, welche AAL-Lösungen die größte Abdeckung in einem ländlichen Gebiet wie der Mühlviertler Alm bieten können. Eine Pionierleistung des Projekts besteht vor allem darin, die potentiellen NutzerInnen bei der Beantwortung dieser Frage zu integrieren und gemeinsam mit ihnen und weiteren Stakeholdern (wie Care-Organisationen) neue Ideen für Technologien und Dienstleistungen, die ein Leben im Alter unterstützen können, zu entwickeln.

Die Methode

Ein Hauptaugenmerk dieses Projektes liegt auf der eingesetzten Methodik zur Sondierung von AAL-Testregionen. Während die beiden derzeitig im laufenden Prozess befindlichen österreichischen Testregionen (moduLAAr und West-AAL) eher auf einen technikgetriebenen Ansatz fokussieren, zielt das Projekt WEGE2025 auf einen nutzergeleiteten Ansatz.

In einem umfassenden zukunftsorientierten Stakeholderprozess werden die beiden Partner des Projekts, AIT und der Verband Mühlviertler Alm, mit insgesamt ca. 70 Personen aus der Region kontinuierlich zusammenarbeiten, um gemeinsam die zukünftigen Bedarfe eines attraktiven Lebens im Alter dort zu sondieren, und in Szenarien, Roadmaps und einer Zukunftsvision auch deren Umsetzungsmöglichkeiten realistisch zu erheben.

Die Fragestellung

Welche AAL-Technologien erreichen möglichst viele EndanwenderInnen und werden ebenso breitflächig von entsprechenden Sekundäranwendern, Managed-Care-Organisationen, Gemeinden etc. genutzt?

Das übergeordnete Ziel

Die Mühlviertler Alm will eine der ersten Pilotregionen in Österreich für altersgerechte Assis-tenzsysteme werden und dabei sowohl den Bedürfnissen ihrer BewohnerInnen als auch der regionalen Entwicklungsperspektive Rechnung tragen.

Ziel des Projekts ist es, die Beteiligung der Bevölkerung aus der Region über Generationen hinweg zu mobilisieren und Identität und Vernetzung in der Region langfristig zu stärken. Schließlich soll das Projekt einen Prozess initiieren, der langfristig zur Steigerung der Attraktivität der Region für geruhsames Leben im Alter bei gleichzeitig guter Versorgung beiträgt. Dabei können und sollen EndanwenderInnen Lösungen mitentwickeln, die genau ihren speziellen Bedürfnissen angepasst sind – im Unterschied zu anderen AAL-Regionen, wo lediglich die Usability erhoben wird.

Die Projektdauer

1.11.2014 – 31.10.2015

Der Fördergeber

Das Projekt wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Zuge des Programms IKT der Zukunft: benefit – Demografischer Wandel gefördert.

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